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Barrikaden vor der Universität Werbewelten KVB-Demo Plakat Rolling Stones KVB Internationale Vietnam Konferenz Jimi Hendrix Kunstaktion Ruhender Verkehr Floh de Cologne Rolf Dieter Brinkmann

Bildrechte von oben nach unten:
P. Schmidt von Schwind; KSM/Rheinisches Bildarchiv Köln; dpa-Fotografen/picture alliance / dpa; Musikarchiv NRW/RBA; Privatarchiv Kurt Holl/B. J. Wiersch; Privatarchiv Gerhard Bosch/RBA; Privatarchiv Dorothee Joachim/Jens Hagen; KSM/RBA; KSM/RBA; Privatarchiv Dorothee Joachim/Jens Hagen
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KÖLN 68! Protest. Pop. Provokation.
20. Oktober 2018 – 24. Februar 2019

Die Ereignisse der späten 1960er-Jahre, die heute unter der Chiffre „68“ zusammengefasst werden, markieren in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland einen bedeutsamen Einschnitt. Die Stimmung innerhalb der jungen Generation ist angespannt. Mit Protesten gegen die starren Verhältnisse fordern junge Menschen – in Deutschland, aber auch in Frankreich, den USA oder Italien – die bürgerliche Demokratie heraus. Nicht nur die Politik: Wohnen, Sprache, Kunst, Kultur, Sexualleben und Musik stehen gleichermaßen auf dem Prüfstand und werden nachhaltig beeinflusst.

Die Ausstellung

In Kooperation mit dem Historischen Institut der Universität zu Köln nimmt das Kölnische Stadtmuseum erstmals die vielschichtigen Ereignisse und Entwicklungen in Köln rund um das Jahr 1968 in den Fokus. Mit eindrucksvollen Originalobjekten, Filmausschnitten, Zeitzeug*inneninterviews und einem reichhaltigen Begleitprogramm begibt sich die gemeinsame Jubiläumsschau auf eine spannende Spurensuche. Sie erzählt von einer Zeit des Aufbruchs, von Konflikten, neuen Protestformen, sich wandelnden Moralvorstellungen, provokanter Kunst sowie dem damaligen Kölner Soundtrack. Und gibt dabei den Blick frei auf eine Stadt im Ringen mit sich selbst…

KÖLN 68!

„Berlin brennt, Köln pennt!“ – So spotten Studierende aus anderen Universitätsstädten mit Blick auf Köln. Tatsächlich fallen die Proteste und Demonstrationen hier im Vergleich zu Städten wie Frankfurt, Hamburg oder Berlin weniger aufsehenerregend aus. Aber: Auch in Köln artikuliert man sich und seine Forderungen lautstark, auch hier kommt es zu teilweise gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Staatsmacht.

Protest.

Tausende Flugblätter flattern 1968 aus den Druckerpressen der Kölner Studierenden. Hörsäle werden blockiert, Eier geworfen. Ein ganzes Semester lang wird gestreikt und so die konservativen Eliten durcheinandergebracht. Doch nicht nur die Studentenschaft geht auf die Barrikaden. Ob in der Antoniterkirche beim Politischen Nachtgebet, im Republikanischen Club, in den Kunstgalerien oder in den Industriebetrieben, ob Schüler*innen, Gewerkschafter*innen oder Kunstschaffende – der Protest ist in der Kölner Stadtgesellschaft allgegenwärtig.

Pop.

„68“: Das ist Pop – auch in Köln! Mode und Musik prägen die Protestbewegung und geben ihr ihren eigenen unverwechselbaren Stil und Soundtrack. Eine lebendige und bunte Subkultur entsteht. Jugendliche und Studierende tanzen in Bars und Clubs zu Beat- und Rockmusik. Die Kölner Band CAN revolutioniert die Musik und erlangt Berühmtheit weit über die Stadtgrenzen hinaus.

Provokation.

Ihr Sprachrohr entdeckt die Kölner Protestbewegung auch in der Kunst: Theater, Film, Literatur und bildende Kunst finden neue Formen der Artikulation und Provokation. Ob XSCREEN, Heinrich Böll, Rolf Dieter Brinkmann, Wolf Vostell, Joseph Beuys oder Mary Bauermeister, ob der „Neumarkt der Künste“ oder die Ausstellung „Happening & Fluxus“: Die Kölner Kunstszene dieser Zeit ist in Bewegung und Aufruhr – und sie provoziert. Köln wird zu einem Epizentrum der neuen Kunstbewegung.

Begleitband

Cover Michaela Keim / Stefan Lewejohann (Hrsg.): KÖLN 68! Protest. Pop. Provokation.

Ergänzend und weiterführend: Der Begleitband zur Ausstellung

Michaela Keim / Stefan Lewejohann (Hrsg.)
„KÖLN 68! Protest. Pop. Provokation.“
Mainz, Nünnerich-Asmus Verlag, 2018
ISBN: 978-3-96176-048-0

Erhältlich im Kölnischen Stadtmuseum, im Buchhandel und online

Öffnungszeiten, Anfahrt, Eintrittspreise

Adresse

KÖLNISCHES STADTMUSEUM
Zeughausstraße 1– 3
50667 Köln
Telefon: 0221/221-22398 (Kasse)
ksm@museenkoeln.de
www.koelnisches-stadtmuseum.de

Öffnungszeiten

Dienstag 10–20 Uhr
Mittwoch bis Sonntag 10–17 Uhr
Montags geschlossen sowie: 24.–25.12., 31.12.2018 + 01.01.2019
Öffnungszeiten Feiertage: 10–17 Uhr

KölnTag: 6. Dez. 2018, 3. Jan. und 7. Feb. 2019: 10–22 Uhr
Freier Eintritt für alle Kölnerinnen und Kölner

Anfahrt

U-Bahn: Haltestelle Appellhofplatz/Zeughaus
Deutsche Bahn: Köln Hbf./Dom (von dort 5 Min. Fußweg)
oder Köln-West (von dort 2 Stationen mit der U-Bahn)
Parkhäuser: Börsenplatz, DuMont-Carré, Dom

Eintrittspreise

Erwachsene: 5 Euro
Ermäßigt: 3 Euro
Freier Eintritt:

  • Kinder bis 6 Jahre, Kölner Kinder bis 18 Jahre
  • Schülerinnen und Schüler im Klassenverband inkl. 2 Begleitpersonen (um Voranmeldung wird gebeten)

Hinweis

Das Obergeschoss der Ausstellung ist nicht barrierefrei.

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Eine Ausstellung des Kölnischen Stadtmuseums in Kooperation mit dem Historischen Institut der Universität zu Köln
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